#Blockupy

Frankfurt also.

Einige wenige Randalierer zerstören erneut den Ruf des Prinzips Antifa, verschrecken das bürgerliche Kleinspießertum anstatt es aufzurütteln und sorgen dafür, dass der Stammtisch bei „links“ gleich wieder an die RAF denkt. An die EZB, die sich statt einem rationalem Bürohaus eine Prunkvilla nach Frankfurt stellt, denkt der normale Bürger nicht.

Kapitalismuskritik ist ja per se böse, in den Köpfen gleichzusetzen mit Straßenkampf. Ui, die innere Sicherheit ist in Gefahr. Schnell, mehr Polizei! Und der Glasturm wird zum Wachturm. Darf man das Bankensystem noch gierig nennen? Wenn doch nur offensichtliche autonomlinksradikalextremistische Terror-Guy-Fawkes-Anarchisten bei den Gewaltprotesten mitmischen? Der Kapitalismus, die Ausbeutung der Gesellschaft für Profit, ist nunmal so hinzunehmen, nicht änderbar.

Linke sind ja alle Terroristen. Und immer wieder vermummte unbezahlte Guerillas, die sich mit vermummten bezahlten Staatsarmeen Straßenkämpfe liefern. Aber nur die Randalierer, die Hooligans unter den Demonstranten quasi, sind in den Medien präsent, die Gesellschaft will den Thriller statt der Romanze. Will die bösen Linken sehen, die ja nur prügeln können. Der friedliche Protest ein paar Straßen weiter hingegen, der für einen faireren, sozialeren Kapitalismus eintritt, verhallt ungehört in den Köpfen des immer weiter nach Sicherheit kreischenden Kleinbürgertums.

Cui bono?

Wem nützt’s?

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~ von NeZ - 19. März 2015.

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