Lars‘ Weltanschauung: „Rosa und das Tutu“

Es gibt 2 offiziell definierte Geschlechter auf der Erde: Männlich und weiblich. Der Großteil der hier lebenden Personen lässt sich klar einem der beiden zuordnen, doch in stark wachsenden Ausnahmen kann sich das Ganze als besonders schwierig herausstellen. Ein gutes Beispiel ist das Farbverbrechen Rosa.

War Rosa früher eine eindeutig „weibliche“ Farbe und haben sich nur Frauen die Augenbrauen gezupft sowie die Körperhaare wegrasiert, tritt dieses Phänomen seit geraumer Zeit auch bei Männern auf. Laut Vorstellung einer erzkonservativen Erziehung tun so etwas nur Transvestiten, für einige Bevölkerungsgruppen ist das jedoch absolut kein Anzeichen einer Transvestie oder gar Homosexualität. Ich persönlich muss bei Rosa kotzen, rasierte Beine bei Männern find ich schlichtweg schwul. Dass diese dann meistens, im Gegensatz zu mir, ganz explizit etwas gegen Schwule haben, setzt dem Ganzen noch die (rosane) Krone auf – aber das ist eine andere Sache. Egal, solche Shirts unter einem Sakko kann ich bei Business-Strebern grad noch akzeptieren – wenn mich jemand aber so z.B. an einem Bankschalter begrüßt, such ich mir trotzdem jemanden, der professionell genug aussieht, mich beraten zu können. Ballettänzer haben meiner Meinung nach in der Bank nichts verloren. Und nein, ich will an der Bank auch keine Karte zu „Schwanensee“ kaufen.

Aber halt, Ballett ist ja „schwul“ und tun nur „Tunten“. In Rosa rumlaufen ist jedoch ok, den ganzen Körper rasieren zeugt von besonders großer „Hygiene“ und schließlich stehen ja Frauen auf so etwas. Der Männer-Typ „echt männlich“ ist irrelevant, der Typ „weiblich & gepflegt“ schwer gefragt. Nur warum sollte sich eine Frau einen solchen Typen angeln, wenn der einzige Unterschied zu einer Homo-Beziehung mit einer ihrer Freundinnen nur noch die nicht-vorhandenen Brüste des Mannes sind? Aber halt – das ist ja ein weiterer Vorteil für das Lesbentum – einen fehlenden Schwanz kann man schließlich per Strap-On ausgleichen, fehlende Brüste nicht.

In unserer heutigen Gesellschaft sind sowie einige Dinge akzeptiert, über die früher schlichtweg gelacht wurde. Dies entstand wohl eh nur, weil mal irgendwann ein Designer in Hinterdupfing Rosa als neue Modefarbe vorgestellt hat und weibliches Aussehen bei Männern nun laut seiner Aussage ab sofort „in“ ist. Hm, wahrscheinlich war dieser Designer selbst stockschwul.

Leider müssen sich modisch-intolerante Leute wie ich bei jedem Anblick eines solchen Hemds angewidert abwenden, denn akute Augenkrebsgefahr schließt sich leider nicht mit Brechreiz aus…

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~ von NeZ - 22. Juli 2007.

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