Filmkritik: Ghost Rider

Ich hab mir diesen Film gestern auf Englisch „besorgt“… in der Originalfassung klingen die meisten Filme eh am besten. Wie die deutsche Synchronisation dieses Filmes ist, kann ich deshalb a) nicht wissen, und b) nicht bewerten. Und c) ist es mir schnurz. 😉

Aber nun zum eigentlichen Film, welcher an einen recht berühmten Marvelcomic angelehnt ist, nämlich wie der Titel schon sagt, „Ghost Rider“ alias Johnny Blaze (Nicolas Cage), ein anfänglich recht unberühmter Motorrad-Stuntfahrer, genau wie sein Vater. Ansonsten interessiert er sich nur für seine Freundin, Roxanne (Eva Mendes). Als er allerdings mitbekommt, dass sein Vater an Krebs leidet, bricht zuerst eine Welt für ihn zusammen.
Er zieht sich daraufhin zurück, kriegt aber Besuch von Mephisto (Peter Fonda), welcher ihm eine Art Deal anbietet. Johnny willigt etwas widerwillig und gezwungenermaßen ein, um seinem Vater gegen den Krebs zu helfen. Am nächsten Tag ist dieser zwar wieder topfit, stirbt aber am selben Nachmittag an einem Stunt -Johnny bezichtigt zu Recht den Teufel als Mörder, kann aber nun nichts mehr machen. Da der Teufel jegliche Liebes- und Familiengefühle bei ihm auslöscht, verlässt er seine Freundin und geht zusammen mit seinem Manager, Mack (Donal Logue) auf große Tournee. Jahre später trifft er jedoch auf seine alte Liebe und ab diesem Zeitpunkt verläuft sein Leben nicht mehr wie geplant. Der Teufel meldet sich eines Abends, und hat einen Auftrag für Johnny – er soll ihm gegen seinen eigenen Sohn, Blackheart (Wes Bentley) helfen, welcher mit seiner kleinen Privatarmee einen finsteren Plan verfolgt, nämlich seinen Vater zu vernichten. Doch da er längst keine eigene Seele mehr hat, muss Johnny alles tun, was Mephisto ihm befiehlt – er wird zum Ghost Rider, einem apokalyptischem Todbringer mit brennendem Kopf und Kontrolle über das Höllenfeuer, einem Hüter für Gerechtigkeit und gleichzeitig gnadenlosem Rächer bei schlechten und bösartigen Seelen in Form eines gesetzlosen Punks – unsterblich und pfeilschnell, dank seinem Bike. In dem Caretaker (Sam Elliott) findet er einen letzten, wahren Verbündeten, welcher sich mit diesem Fluch besser auskennt als jeder andere – schließlich glaubt ihm den Umständen entsprechend anfangs nicht einmal Roxanne. Nun jagt er jedoch Nacht für Nacht Dämonen, und niemand kann ihn stoppen – doch sucht er ja „nur“ nach einem Sinn im Leben, er will eine zweite Chance.
Doch letztendlich bleibt ihm keine Wahl: Um sein Leben wieder in geordnete Reihen zu kriegen, muss er den Auftrag zu Ende führen, nämlich Blackheart vernichten – und nebenbei seine eigene Seele retten…
Der Film bringt diese Story recht glaubhaft rüber, auch wenn er teilweise etwas seltsam rüberkommt. Auch sind die Darbietungen gewisser Charaktere amateurhaft. Aber obwohl an Antworten gespart wird, werden letzten Endes sämtliche Fragen beantwortet – die Zeit verging mit diesem Film jedenfalls wie im Flug. Er ist zwar nicht sonderlich spannend, jedoch teilweise schön düster und enthält genug Schreckmomente sowie Actionszenen und Effekte, um nicht nur eine mögliche Zielgruppe zu befriedigen.

Titel: Ghost Rider
Erscheinungsjahr: 2007
Altersfreigabe: FSK 16
Genre: Comicverfilmung (Action-Horror)
Dauer: ca. 100 Minuten
Darsteller: 4/5 (Ghost Rider & Caretaker = cool. Roxanne überzeugt jedoch nicht.)
Dialoge: 2/5 (Teilweise recht inhaltslos und auch nicht sonderlich orginell.)
Story: 4/5 (Comicverfilmung, trotzdem genial und frisch.)
Klamotten & Kulisse: 5/5 (Einfach nur stylish.)
Effekte: 3/5 (Recht überzeugend, aber ist halt eine Comicverfilmung.)
Fazit: 18/25

=> Ein sehr guter Film und nicht nur für Fans der Comicvorlage interessant. Einen hochkomplexen Film mit Hintergrund und ethischen Symbolen oder gar versteckter Philosophie im Stile eines „Matrix“ sollte man nicht erwarten, aber wer gut bekömmliche Unterhaltung sucht kann ohne Bedenken zugreifen. Leider wird dieser Film im Moment stark kritisiert, denn entweder man mag ihn oder man hasst ihn.
Ich mag ihn…

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~ von NeZ - 22. Februar 2007.

3 Antworten to “Filmkritik: Ghost Rider”

  1. Zu den Dialogen bzw der kaum oder nicht vorhandenen Story : wären die Stunts und Einlagen der feurigen Art nicht gewesen, hätte ich den Film nach 10 Minuten geschmissen. Manche Dialoge sind so platt, wenn die Darsteller gegrunzt hätten, wäre es derselbe Effekt gewesen.

  2. Jap, die Dialoge sind mir genauso sauer aufgestoßen.
    Bei mir ist es immer so, dass, wenn mich ein Film so richtig nervt, und er in meinen Augen eher „Zeitverschwendung“ ist, ich ihn abbreche. Dieses Bedürfnis hatte ich z.B. bei „V wie Vendetta“ nach ~20 Minuten (ich ging diesem Bedürfnis auch nach, btw), bei „Ghost Rider“ jedoch nie.

    Die Story, gut, darüber kann man streiten – es ist halt eine Comicumsetzung. Die Orginalität der Story ist jedoch kaum zu überbieten, meiner Meinung nach. Ein dämonischer, rachebetriebener Höllenreiter im Dienste des Teufels – wo sieht man sowas schon? ^^

    Aber Sprüche wie

    „You alright?“
    „Yeah, I’m good. It feels like my skull is on fire, but I’m good.“

    … sind doch trotzdem recht lustig – egal wie platt 90% der Dialoge sind.

  3. Comicumsetzung = wenig bis platte Dialoge *ggg* auch eine Möglichkeit, Leuten ausser Tasche zu holen..
    Ich meine.. wenn ich mir den Film ohne ton anehe, hat es denselben Effekt wie mit Dialogen.. fast keinen..
    In dem Sinne : let’s ride 😉

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