Schulstress & Hausaufgaben

So, etwas über 50% der Berufsschule wären geschafft, doch nach knapp 2 1/2 Wochen chillen kommt jetzt der „harte Teil“, mit anderen Worten: Schulaufgaben, Stegreifaufgaben und Referate, wohin man schaut.

Aber das war im Gymnasium nicht anders, immer kamen alle 2-3 Monate 2 Wochen, in denen 4-5 Schulaufgaben geschrieben wurden, manchmal eben auch 3 in einer Woche. Wie soll man das als Schüler noch packen, außer man ist ein Ausnahmetalent in Sachen Lernen?

Ich mein, ich bin nie Lehrer gewesen, aber meiner Meinung nach ist es kein Wunder, dass durch das viele Arbeiten und die vielen Arbeiten ein Schüler beginnt, eine Art „Hassreaktion“ aufzubauen, was Stress angeht, und dies führt öfter als so mancher Politiker denkt zu einer Abneigung gegenüber dem Schulsystem – mit anderen Worten, das Kind geht ungern zur Schule. Das, was eigentlich zur Übung dienen soll – Hausaufgaben nämlich – entwickeln sich zum Frustentwickler oder gar zu lästigen Fleißaufgaben, die selbst Schüler machen müssen, die den Stoff schon in-und-auswendig können.
Statt sich nun neuen Aufgaben zuzuwenden, sind diese gezwungen, denselben Stoff immer und wieder zu wiederholen und weiterhin zu „üben“, bis ihn auch der „Dümmste“ endlich verstanden hat. Das Problem: Die „Dummen“ machen viele Hausaufgaben wohl auch aus dem Grund nicht, weil sie den Stoff vielleicht gar nicht kapieren? Wer die Inhalte in der Schule nicht kapiert, kapiert den Stoff auch nicht alleine zuhause durch eine unfreiwillige Hausaufgabe, muss jene aber trotzdem machen, bzw. es zumindest versuchen. Klar, er könnte im Buch nachsehen, aber muss ich echt dazu sagen, dass viele die Hausaufgaben nicht einmal versuchen? Ich spreche da aus eigener Erfahrung und eigenem Wissen, und genau dieses Lehrprinzip will mir teilweise einfach nicht in den Kopf.
Denn wer einmal auf dem „Null Bock auf Mitmachen/Hausaufgaben, kapier ich doch eh net“-Zug ist, springt da doch net einfach so ab – das ist eine natürliche Abwehrhaltung der Jugendlichen, aber das sollten Lehrer eigentlich selbst wissen, schließlich machen sie den Job ja meist schon lang genug. Lehrer sollten sich persönlich um „ihre“ Schüler kümmern, und diese nicht einfach so nach Hause schicken mit einem Stapel Frustaufgaben im Gepäck. Denn wie oben erwähnt, verursachen diese bei guten wie schlechten Schülern nur Frust und Stress, und helfen eher, eine Abneigung gegen Lehrer, bestimmten Stoff oder gar die Schule selbst zu entwickeln – so war das aber nicht gedacht, oder?

Mein Fazit:
Wer als Lehrer gleich einer der ersten ist, die aus dem Klassenzimmer verschwinden, hat seinen Job definitiv verfehlt – kümmert euch doch besser um „eure“ Schüler, helft ihnen wo ihr nur könnt, und zeigt vor allem eins: Geduld.
Statt Fragen abzuschmettern und/oder ständig nur seinen Stoff „durchziehen“ um möglichst schnell damit fertig zu sein und die Stunde hinter sich gebracht zu haben, ist der falsche Weg. Und sollten zwei Schüler quatschen, vielleicht kapieren sie den Stoff nicht und haben einfach nur die oben erwähnte Abwehrhaltung aktiviert. Respekt und Verständnis gegenüber Schülern zeigen, geduldig gegenüber „Dauerfragern“ sein, freundlich und cool bleiben im Unterricht, trotzdem streng sein ohne zu übertreiben: Das sind Charaktereigenschaften, die einen guten Lehrer auszeichnen. Boshaftigkeit, Fiesheit, Sturheit und mangelnder Respekt Schülern gegenüber zeichnen hingegen einen schlechten Lehrer aus.
Mit anderen Worten, Lehrer der alten Schule sollten in Rente – sie haben die komplett falschen Lehrmethoden (Bsp. Frontalunterricht fast 45 Minuten lang) im Hirn, diese sind längst überholt.

Liebe Lehrer, Schüler sind junge Menschen und damit die Zukunft Deutschlands – und sicher keine „Kunden“ die euch Geld bringen!

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~ von NeZ - 8. Februar 2007.

Eine Antwort to “Schulstress & Hausaufgaben”

  1. Wirklich guter Text ich kann „dir“ da nur zustimmen ich bin selber noch schüler und der stress mit den Hausaufgaben schafft einen endgültig man hatt keine Lust mehr und ist fix und fertig. Wenn man die Hausaufgaben dann nich gemacht hat beginnt ers die richtige abwehrhaltung. Man hat keine Lust zur schule zu gehen, da man zusätzlich noch dir hausaufgaben nicht hat. Aber dann tut man geanu das flasche man schreibt den stoff bei irgend einem Guten schüler einfach so ab und versteht das Thema immer noch nicht womit die nächsten hausaufgaben auch unmöglich zu erledigen sind.
    Leherer sollten sich wirklich besser mit ihren schülern beschäftigen und sich auch darum kümmern das sie von anfang an die Schulthemen die gerade an der reihe sind verstehen und damit umgehen können denn sonst bringen auch hausaufgaben nichts mehr.

    PS. Entschuldigung für die groß und klein schreibfehler aber ich bin in eile wollte nur mein kommentar dazu geben da mich der Text sehr bewegt hat!

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